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Tübinger Empfehlungen zur Tumornachsorge Bei organbegrenzten Tumoren, einem Gleason-Score < 8 und unauffälligem klinischen Verlauf genügt den Anforderungen an eine suffiziente Tumornachsorge ein PSA-Monitoring 3, 6 und 12 Monate nach Primärtherapie. Daran schließen sich halbjährliche Untersuchungen innerhalb der ersten drei Jahre an, gefolgt von jährlichen Kontrolluntersuchungen. Nach radikaler Prostatektomie wird ein PSA-Wert von 0,2 ng/ml oder darunter als tumorfreier Status betrachtet. Nach Strahlentherapie wird als Hinweis auf ein Rezidiv ein solcher PSA-Anstieg erachtet, der sich als PSA-Elevation im Rahmen dreier aufeinanderfolgender Kontrollmessungen definiert. Der effektive PSA-Nadir besitzt dabei nur relative Bedeutung. Hinweise auf ein Lokalrezidiv können sich aus einem tastbaren Knoten oder einem ansteigenden PSA-Wert ergeben. Eine sonographisch gesteuerte Biopsie zur Sicherung eines Lokalrezidivs ist dann indiziert, wenn die Option eines kurativ orientierten therapeutischen Ansatzes besteht. CT, MRT oder Knochenszintigraphie sind bildgebende Maßnahmen zur Diagnose von Metastasen. Bei asymtomatischen Patienten mit einem PSA-Wert < 4 ng/ml und einem nach allgemeinem Verständnis günstigen Befund bezüglich der histologischen Differenzierung des Primärtumors kann auf bildgebende Untersuchungen verzichtet werden. Eine Knochenszintigraphie ist bis zu einem PSA-Wert von 20 ng/ml bei günstigen primären Tumorparametern ein verzichtbarer diagnostischer Ansatz, sollte aber bei klinisch symptomatischen Patienten, insbesondere bei Vorliegen von Knochenschmerzen, zur Anwendung gelangen.
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